Talent ist überall – Erfolg ist freiwillig: Die Kraft der Positivität in der Teamführung für Höchstleistungen

In den kargen und unvorhersehbaren Gefilden von Natur und Sport liegt der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg oft nicht im blinden Glück, sondern in sorgfältiger Vorbereitung. Jim Collins, ein renommierter US-Managementexperte, untersucht in seinem Buch "Great by Choice" genau dieses Prinzip. Er analysiert Umgebungen, die von Veränderungen, Chaos und Unsicherheit geprägt sind, und identifiziert die Faktoren, die extrem erfolgreiche Teams von weniger erfolgreichen Teams unterscheiden. Er feiert nicht einfach den glücklichen Zufall; er betont die Bedeutung disziplinierter Vorbereitung, methodischen Handelns und kalkulierten Risikos. 


Athletische Exzellenz: Die Verantwortung des Einzelnen in High-Performance-Teams

Was man im Training bei High Performern feststellt, ist ihre unerschütterliche Verantwortung für ihre eigenen Handlungen. Diese Ausnahmeathleten bestimmen selbst ihre Entscheidungen, Handlungen und Reaktionen. Statt bei Rückschlägen mit dem Finger auf andere zu zeigen, analysieren sie, was sie anders hätten machen können. Solche Sportler setzen nicht nur mit ihren Handlungen hohe Maßstäbe, sondern führen ihre Teams auch mittels Vorbilds. Hingabe an Exzellenz, kontinuierliches Lernen und das Verständnis für die Auswirkungen der eigenen Handlungen steigern nicht nur die individuelle Leistung, sondern spornen auch ganze Teams zu Großem an. Diese Werte werden ihnen nicht auferlegt, sondern sie glauben daran, dass dies der richtige Weg ist. 

Teamleistung: Ein gemeinsamer Weg zum Erfolg

Die Herausforderungen, die die vier Bedingungen für Organisationen mitbringen, sind so groß, dass einzelne Personen sie nicht oder kaum meistern können. Die Menschen in den Unternehmen sind der VUKA-Welt nicht gewachsen – zumindest nicht alleine. Anders sieht es aus, wenn die Herausforderungen gemeinsam angegangen werden. Von der operativen Arbeitsebene bis zur strategischen Führungsebene gilt: Teams sind per se nicht nur effizienter als Einzelpersonen – die Teamleistung ist größer und besser, als die Summe der Einzelleistungen der Teammitglieder es je sein könnte. 

Selbst ein Team durchschnittlicher Denker trifft unter VUKA-Bedingungen in aller Regel klügere Entscheidungen und erzielt bessere Ergebnisse als der schlaueste Kopf alleine. Teams können gleichzeitig in die Tiefe und in die Breite denken und arbeiten, was in komplexen Kontexten ungemein wichtig ist. 

Auch in der Bewerberkommunikation kann KI in Form von Chatbots oder KI-Charakteren hilfreich sein, indem sie die erste Kontaktaufnahme übernimmt oder häufig gestellte Fragen beantwortet. Außerdem kann KI zur Planung von Kommunikation genutzt werden, um beispielsweise die besten Plattformen und Kanäle zu bestimmen, um potenzielle Kandidaten und Kandidatinnen zu erreichen. 


Positivität und Teamperformance: der Schlüssel zum Erfolg

Wie eng Positivität mit der Teamperformance verknüpft ist, zeigt eine Studie des chilenischen Psychologen Marcial Losada und der US-amerikanischen Managementforscherin Emily Heaphy. Sie analysierten die Leistung von 60 Teams aus der Wirtschaft und teilten sie in „Spitzenteams“, „mittelmäßig leistungsfähige Teams“ und „gering leistungsfähige Teams“ ein. Anschließend untersuchten sie die Qualität der Kommunikation im Team, insbesondere den Fokus auf positive Aussagen wie wertschätzende, ermutigende und optimistische gegenüber negativen wie kritischen, missbilligenden oder pessimistischen. 

Das Ergebnis fiel eindeutig aus: In Spitzenteams ermittelten sie ein Verhältnis positiver Aussagen zu negativen von 5,6 zu eins, in mittelmäßigen Teams von 1,8 zu eins und in Low-Performance-Teams von 0,36 zu eins. Positive Kommunikation führt zu positiven Emotionen, die das Repertoire von Gedanken und Handlungen erweitern. Teams entwickeln sich in die Richtung, in die sie ihre Aufmerksamkeit richten. Ein positiver Fokus zahlt auf eine positive Entwicklung der Teamkompetenz und -performance ein. 

Mikroambitionen: Der Weg zum großen Erfolg 

Während große Erfolge oft ins Rampenlicht rücken, sind es die kleineren, täglichen Ziele, die wirklich den Weg zum Erfolg ebnen. Beim Aufbau eines Champions stecken viele Mikroambitionen, die einen vorantreiben, auch wenn man müde ist. Sie bieten das solide Fundament und die Sicherheit, wenn der Druck steigt. Es sind die täglichen Entscheidungen, die bestimmen, ob wir uns dem Leben nähern, das wir uns wünschen. 

Ein Hochleistungssportler konzentriert sich auf zahlreiche kleinere Ziele, die jeweils realistisch und dennoch progressiv herausfordernd sind. Die 1%-Methode betont die Bedeutung, klein anzufangen, die Fortschritte zu verfolgen und fortwährend beharrlich zu bleiben, um Ziele zu erreichen. Mikroambitioniert repräsentiert das Streben nach kontinuierlichem, inkrementellem Fortschritt – der letztlich in Momenten des Durchbruchs oder außergewöhnlicher Leistungen gipfelt. Die Hauptziele werden in kleinere, leichter erreichbare Aufgaben oder Meilensteine zerlegt. Dabei ist es wichtig, die täglichen Aufgaben festzulegen.


Fazit: Erfolg ist eine Entscheidung 

Es liegt an Euch als Führungskräfte, die Zügel selbst in die Hand zu nehmen und den richtigen Weg für Spitzenleistungen in Euren Teams zu finden. Talent ist überall – Erfolg ist freiwillig. Nutzt die Prinzipien disziplinierter Vorbereitung, methodischen Handelns und positiver Kommunikation, um Eure Teams zu Höchstleistungen zu führen. Setzt Euch Mikroambitionen und verfolgt kontinuierlich kleine, erreichbare Ziele. So werdet Ihr nicht nur individuelle Erfolge erzielen, sondern auch Eure Teams zu Großem anspornen.


💪 5 starke Take-Aways aus diesem Blog-Beitrag:

1. Verantwortung und Selbstreflexion: Erfolgreiche Teams und Einzelpersonen übernehmen volle Verantwortung für ihre Handlungen und lernen aus Rückschlägen, anstatt andere zu beschuldigen. 

2. Teamleistung übertrifft Einzelleistung: In der heutigen VUKA-Welt sind Teams nicht nur effizienter, sondern treffen auch bessere Entscheidungen und erzielen herausragendere Ergebnisse als Einzelpersonen. 

3. Positivität als Erfolgsfaktor: Eine positive Kommunikation innerhalb des Teams fördert nicht nur das Wohlbefinden, sondern führt auch zu besseren Leistungen und langfristigem Erfolg. 

4. Mikroambitionen für kontinuierlichen Fortschritt: Der Weg zu großen Erfolgen wird durch das Setzen und Erreichen kleiner, täglicher Ziele geebnet, die zusammen zu bedeutenden Leistungen führen. 

5. Disziplinierte Vorbereitung und methodisches Handeln: Erfolg ist kein Zufall. Sorgfältige Vorbereitung, methodisches Handeln und kalkuliertes Risiko sind entscheidende Faktoren, die erfolgreiche Teams von weniger erfolgreichen unterscheiden. 



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