Tugenden vs. Management Tugenden -
Sind Tugenden in der Arbeitswelt im 21. Jahrhundert so aktuell wie eh und je?
Zu Beginn des neuen Jahres neigen wir ja gerne dazu uns gute Vorsätze vorzunehmen, warum und wieso das nicht so einfach funktioniert, beschreibt der amerikanische Psychologe Nick Wignall in seinen 5 psychologischen Tipps „5 Psychological Tips with Your New Year Goals“. Er sagt: „Weg mit den Neujahrsvorsätzen und wähle stattdessen eine Neujahrs Tugend“. Zum Start ins neue Jahr eine gute Gelegenheit die persönlichen Management Tugenden aufzufrischen oder wie man heutzutage auf Neudeutsch sagt zu „refreshen“.

Was sind Tugenden?
Tugenden könnte man sagen sind so etwas wie Gewohnheiten, die übergehen in unsere Werte.
„Lobenswerte Eigenschaften nennen wir Tugenden“. Diese Definition geht auf den griechischen Philosophen Aristoteles zurück. Seiner Meinung nach war eine Tugend das rechte Mittelmaß zwischen zwei Extremen. Großzügigkeit war zum Beispiel das Mittelmaß zwischen Verschwendung und Geiz.
Platon beschäftigte sich ebenfalls ausführlich mit dem Begriff der Tugenden und prägte die 4 klassischen Grundtugenden, die jahrhundertelang als richtungsweisend galten. Diese sind:
Die Tugendlehre wurde im Laufe der Zeit auf viele andere Bereiche übertragen: Ritterliche Tugenden, Bürgertugenden, preußische Tugenden oder auch soldatische Tugenden, um Beispiele zu nennen. Immer geht es darum, sich mit Werten zu beschäftigen und nach Idealen zu streben. Die Tugenden bestimmen damit also die Richtlinien für das eigene Verhalten.
Wenn wir das Umlegen auf Management-Tugenden könnte man sagen, dahinter verbergen sich Eigenschaften, die eine gute Führungskraft ausmachen. Führungskräfte haben täglich Herausforderungen zu bewältigen, bei denen ihre persönlichen Stärken gefragt sind. Die fachliche Ebene erscheint dagegen oft wie ein „Kinderspiel“.
Führungskräfte, gerade wenn sie in KMU tätig sind, müssen viele Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit treffen. Oft allein und unter zeitlichem Druck. Meist ist die Führungskraft genau dann gefragt, wenn die anderen nicht mehr weiterwissen: Wenn Mitarbeiter eine Entscheidung nicht allein treffen wollen, wenn ein Kunde sich massiv beschwert oder wenn es Ärger im Team gibt. Dann ist es gut, wenn man auf seine Management-Tugenden vertrauen kann, also charakterliche Stärken und Haltungen, die man sich im Laufe des Lebens erarbeitet hat.
Warum beschäftigen wir uns mit Tugenden?
Was sollen wir mit diesen altmodischen Tugenden heute anfangen? Der Begriff „Tugend“ erscheint vielleicht überholt, doch die Auseinandersetzung mit Werten und Tugenden ist sehr aktuell, gerade in dieser speziellen Zeit in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts so aktuell wie noch nie? Das Image des Berufsbilds „Manager“ ist schwer beschädigt, gerade weil Grundwerte durch Topmanager großer Konzerne verletzt wurden. Die Diskussion um Ethik, Moral und Werte in der Unternehmensführung findet sich u.a. in der Gründung von Wertekommissionen wieder. Auch der Begriff „Corporate Social Responsibility“ beschäftigt die Wissenschaft verstärkt. Die angeblich so altmodischen Tugenden sind also in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts so aktuell wie nie. Das führt uns zu den 7 Management-Tugenden (Quelle: Fürsattel)
Für jede Führungskraft ist es wichtig, sich der eigenen Grundhaltungen und Einstellungen bewusst zu sein. Genauso wichtig ist es, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen. Wer um seine Stärken weiß, kann umgekehrt mit seinen Schwächen souveräner umgehen.
Die 7 Management-Tugenden im Überblick
Die wichtigsten Eigenschaften, die eine erfolgreiche Führungskraft ausmachen, wurden in 7 Management-Tugenden zusammengefasst:
Warum gerade diese 7 Management-Tugenden?
Weil sie fachübergreifend für so gut wie alle Führungskräfte relevant sind und weil sie alle erfolgskritisch sind. Sie haben große Auswirkungen auf viele Entscheidungen einer Führungskraft. Sie prägen das Führungsverhalten maßgeblich.
Im Selbstcheck können Sie für sich Ihre Management-Tugenden in Form einer Selbstreflexion prüfen. Selbstcheck durchführen.
Tipp
„Mitarbeiterführung kann man – oder eben nicht!“ Aussagen wie diese hören wir immer wieder. Doch ist das wirklich so? Könnte es sich dabei um einen Irrtum handeln? Für erfolgreiche Mitarbeiterführung benötigt man in der Tat eine ganze Reihe von Kompetenzen. Genauso wichtig ist eine gesunde Grundeinstellung. Allerdings kommt keiner von uns mit diesen auf die Welt. Jeder hat unterschiedliche Stärken und Persönlichkeitsstile und muss sich selbst erarbeiten, was ihn oder sie ausmacht und leitet.
Mitarbeiterführung bedeuten im 21. Jahrhundert lebenslanges Lernen. Voraussetzung dafür ist es, sich selbst und die Reaktionen der anderen auf das eigene Verhalten zu beobachten und zu reflektieren. Wir brauchen Offenheit und Veränderungsbereitschaft, um immer besser in unserem Führungsverhalten zu werden.
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